Grundlagen des Mitarbeiter-PC-Programms (MPP)

Mitarbeiter-PC-Programm Grundlagen

Gesetzlicher Hintergrund

Das Mitarbeiter-PC-Programm (MPP) ist ein steuerliches Anreizprogramm der Bundesregierung für Arbeitnehmer. 

MPP wird seit 2006 offiziell im Rahmen der 
Initiative D-21 gefördert.
Unternehmen bieten ihren MitarbeiterInnen das Leasing von PCs zum privaten Gebrauch zu sehr günstigen Konditionen an.

Der Arbeitgeber sorgt für Lieferung und Support als Bestandteil der Förderung, idealerweise durch einen Dienstleister.

Mitarbeiter-PC-Programme können von allen deutschen Unternehmen und Niederlassungen ausländischer Unternehmen, deren Mitarbeiter einen deutschen Arbeitsvertrag haben, umgesetzt werden.

Steuerliche Grundlage des Mitarbeiter-PC-Programms

Die Möglichkeiten für Arbeitgeber, Mitarbeitern steuerfrei geldwerte Vorteile anzubieten, sind normalerweise sehr begrenzt. Ein Beispiel für einen steuerfreien geldwerten Vorteil ist die Vorschrift des § 3 Nr. 45 EStG, die regelt, dass die private Nutzung von betrieblichen Personalcomputern und Telekommunikationsgeräten steuerfrei ist.

Diese Steuerbefreiung gilt nicht nur für die private Nutzung der Geräte im Unternehmen, sondern auch bei ausschließlich häuslicher Privatnutzung durch den Arbeitnehmer. Sie umfasst auch die Nutzung von Zubehör und Software und betrifft die Nutzungsüberlassung durch den Arbeitgeber selbst oder durch einen Dritten aufgrund des Dienstverhältnisses. Es ist nicht Voraussetzung, dass die Überlassung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erfolgt (vgl. R 21e LStR).

Die Grundlage der steuerlichen Förderungen für den Mitarbeiter ergibt sich aus der Gehaltsumwandlung:

  1. Der Arbeitgeber schließt einen Leasingvertrag über einen DirektComputer für seine Mitarbeiter ab. Der DirektComputer ist somit zu 100% ein betrieblicher PC.
  2. Der Mitarbeiter kann diesen DirektComputer, welcher zu seinen Gunsten und nach seiner Auswahl erworben wurde, zu 100% privat nutzen. Für diese überlassene Nutzung tritt der Mitarbeiter dem Arbeitgeber einen Teil seines Gehaltes ab.
  3. Dieser Gehaltsverzicht wirkt sich mittels Entgeltumwandlung steuerlich positiv für den Mitarbeiter aus.